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Mit Gastspielen aus Argentinien, Kolumbien und Mexiko. Schwerpunkt des Bicentenario ist das chilenische Theater.
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Eine Gruppe Verwaltungsbeamter verbrennt einen Haufen Geld und weiß eigentlich gar nicht warum. An ihre eigentliche Aufgabe in der Behörde kann sich niemand mehr erinnern, am wenigsten sie selbst. Ein Performancekünstler verbrennt Band 1 des Gesamtwerks von Heidegger und lebt seither von Stipendien. Allerdings kommt es seitdem immer wieder zu Streitigkeiten in der Familie. Und ein namenloses krankes Baby beschwört während eines Gewitters unerklärliches Grauen herauf, das nicht mit Worten zu beschreiben ist...
Rafael Spregelburds jüngstes Stück ist - wie schon der Titel verspricht - ein pompöses und zugleich einfaches Werk über schlicht und ergreifend alles. Über alles, was passiert, wenn ein Volk sich entscheidet, sich als solches zu bezeichnen. Ist Geschichte tatsächlich ein "Prozess ohne Subjekt"? Wo bleiben dann die persönlichen Erfahrungen? Und wie entsteht Identität? Warum wird ein Staat immer zur Bürokratie? Warum wird Kunst immer zum Geschäft? Warum wird Religion zum Aberglauben?Von Rafael Spregelburd, dem Meister des bewussten Unsinns, darf man sich nicht allzu viele Antworten erhoffen. Im Gegenteil: Er nimmt sich die absolute Freiheit, nicht auf diese Fragen zu antworten. Dafür erfindet er absurd-groteske Fabeln, in denen Figuren auftauchen, die diese Fragen in Fleisch und Blut verkörpern, bis die Welt auf der Bühne die größtmögliche Unabhängigkeit vom gesunden Menschenverstand erreicht. Rafael Spregelburd, 1970 in Buenos Aires geboren, ist einer der wichtigsten Vertreter des zeitgenössischen argentinischen Theaters. Dabei ist Spregelburd auch "Alles", sozusagen der personifizierte Theaterproduktionsprozess: Er ist Dramatiker, Schauspieler, Dramaturg, Regisseur und Übersetzer von Theatertexten (u.a. hat er Sarah Kane, Harold Pinter und Marius von Mayenburg ins Spanische übersetzt). 1994 gründet er die Theaterkompagnie "El Patrón Vázquez", mit der er in Berlin "Alles (Todo)" in spanischer Sprache mit deutscher Übertitelung uraufführt. Spregelburd erhält über 30 argentinische und internationale Preise sowie Stipendien. In der Spielzeit 2007/08 feiert sein Stück "Die Panik" am Badischen Staatstheater Premiere. | 21 |
Regie Carolin Adamovsky
Bühne und Kostüme Magda Banach, Bernd Schneider Dramaturgische Mitarbeit Armin Petras Mit Gaby Ferrero, Javier Lorenzo und Ellen Wolf Gefördert vom Goethe Institut Armin Petras und Jürgen Berger lernten 2007 auf Einladung des Goethe-Instituts die Theaterszene von Buenos Aires kennen. Dabei trafen sie auf die 82jährige Ellen Wolf, eine gebürtige Stuttgarterin, die auf eine beeindruckende Lebensgeschichte zurückblickt und sich erst mit 70 entschlossen hat, Schauspielerin zu werden. Auf der Flucht vor den Nationalsozialisten war die junge Ellen Wolf in den dreißiger Jahren aus Stuttgart zunächst in die Schweiz und bald darauf nach Argentinien emigriert, wo die Familie ein Opfer der Militärjunta wurde. Jürgen Berger war dermaßen fasziniert von Wolfs Emigrationsgeschichte, dass er sich mehrmals mit ihr in Buenos Aires traf. Später erweiterte sich der Kreis der Gesprächspartner um die jüngste Tochter der Schauspielerin sowie ihren Enkel. Auf der Grundlage dieser Gespräche entstand das Theaterstück. Vom Goethe-Institut produziert - und in Zusammenarbeit mit dem Maxim Gorki Theater Berlin - wurde das Stück im Juli 2008 im Theater Espacio Callejón in Buenos Aires uraufgeführt, mit Ellen Wolf in der Hauptrolle. | 22 |
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Regie Carolin Adamovsky
Bühne und Kostüme Magda Banach, Bernd Schneider Dramaturgische Mitarbeit Armin Petras Mit Gaby Ferrero, Javier Lorenzo und Ellen Wolf Gefördert vom Goethe Institut | 26 |
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Regie Carolin Adamovsky
Bühne und Kostüme Magda Banach, Bernd Schneider Dramaturgische Mitarbeit Armin Petras Mit Gaby Ferrero, Javier Lorenzo und Ellen Wolf Gefördert vom Goethe Institut | 29 |
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