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18.11. -> Teatro Cinema, 'Sin Sangre' auf dem Festival 'Ein Fest mit Pina' -> Düsseldorf, Capitol Theater | 20:30 h
Ein Theatermovie über Rache und Menschlichkeit
Deutsche Erstaufführung

Es ist die Geschichte einer Frau, die nur der Rache lebt. Ihre Familie wurde umgebracht, sie hat als einzige als kleines Mädchen überlebt. Alle Täter von damals hat sie zur Strecke gebracht. Bis auf einen. Als sie auch ihn stellt, weiß er, dass seine Zeit vorüber ist. Aber sie reden noch einmal miteinander, und in den Gesprächen brechen die Dämme alter Geschichten und Vorurteile. Eine politische Geschichte, ein Stück politischer Kunst mit den Mitteln des Theaters, des Tanzes und des Films, eine neue aufregende Ästhetik, die der Unmittelbarkeit und Gegenwärtigkeit des Körpers die virtuelle Körperwelt entgegensetzt. Drastisch und dramatisch.
"Wenn Rache der einzige Ausweg zu sein scheint, wenn der Tod über allem herrscht, dann kann das Schicksal nur besiegt werden ohne Blutvergießen" - das ist der Kernsatz von "Sin Sangre", der Gruppe "Teatro Cinema" aus Chile. Und ihr Thema ist: wie leben Opfer und Täter miteinander? Können die tiefen Verletzungen überwunden werden? Fragen in einem Land mit diktatorischer Vergangenheit. Die meisten Künstler gehörten schon der früheren Künstlergruppe "La Troppa" (Die Truppe) an, die 1987 entstanden war.
Teatro Cinema, 'Sin Sangre' auf dem Festival 'Ein Fest mit Pina'
Weitere Informationen unter: Ein Fest mit Pina
18.11. -> Quasar - 'Só tinha de ser com você' bei 'Ein Fest mit Pina' -> Düsseldorf, tanzhaus nrw | 19:00 h
Wie Kokons liegen die Tänzer auf dem weißen Bühnenboden. Immer wieder bewegt sich langsam eine Gruppe von ihnen. Dann beginnt das erste Lied und mit ihm eine Folge von Soli, Duos und Tänzen des Ensembles. "It could only be with you" wird nach den Bossa Nova-Klängen der beiden großen brasilianischen Sänger Elis Regina und Tom Jobim getanzt. Balladen, die von Glück und Enttäuschung singen, von Einsamkeit und Nachdenklichkeit. Davon erzählen auch die Bilder in diesem Stück in der Choreographie von Henrique Rodovalho.
"Quasar" wurde 1988 in Goiânia, Zentralbrasilien, von den beiden Tänzern Vera Bicalho und Henrique Rodovalho gegründet. Seit langem gilt die Gruppe in der Heimat wie im Ausland als ein Markenzeichen brasilianischen Tanzes.
Quasar - 'Só tinha de ser com você' bei 'Ein Fest mit Pina'
Weitere Informationen unter: Ein Fest mit Pina
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23.11. -> Teatro Milagros 'El Capote' - Figurentheater aus Chile -> Wuppertal, Foyer Schauspielhaus | 17:00 h
Figurentheater nach der Novelle von Nikolai Gogol
Europäische Erstaufführung
"Der Mantel" - Nikolaj Gogols novellistische Meistererzählung als Puppentheater. Die Geschichte des armen, einsamen, verlachten und verspotteten Kanzleischreibers Akakij Akakjewitsch, der sich den Kauf eines Mantels unter großen Entbehrungen vom Munde abspart und sich damit den gesellschaftlichen Aufstieg, Anerkennung und Glück verspricht. Doch gleich am ersten Abend, dem zunächst glücklichsten seines Lebens, wird ihm nach einem Fest dieser Mantel von Straßenräubern gestohlen.
Fast zwei Jahre lang haben die Mitglieder des Teatro Milagros daran gearbeitet, Gogols Erzählung als Figurentheater zu inszenieren. Mit Riesenerfolg. Die Hauptfigur, groß, dünn und mit langer Nase, spielt sich sofort in der Herzen der Zuschauer, der kleinen und großen. Denn "El Capote" ist bewusst für Kinder und Erwachsene erfunden - "wir wollen Erwachsene und Kinder mit ihren Gefühlen von Mitleid und Zärtlichkeit zusammenbringen", sagen die Puppenspieler.
Teatro Milagros 'El Capote' - Figurentheater aus Chile
Weitere Informationen unter: Ein Fest mit Pina
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25.11. -> Bruno Beltrão und Grupo de Rua: 'H3' bei 'Ein Fest mit Pina' -> Essen, PACT Zollverein | 21:00 h
Nicht weiß, sondern schwarz ist die Tanzfläche in "H³", soeben uraufgeführt, drei Jahre nach "H²". Die Musik: Straßengeräusche, Klangkompositionen, die aber in keiner Weise mehr etwas zu tun haben mit HipHop-Musik. Mit Soli, Duetten und Gruppenchoreografien geht Bruno Beltrão noch weiter weg vom HipHop (sein Bewegungsvokabular ist aber dennoch sichtbar geblieben). Ihn interessieren nicht die Gesetze der Straße, sondern die des Raums, von räumlicher und körperlicher Wahrnehmung. Seine Tänzer loten den Raum mit ihren Bewegungen aus - und bringen sich gegenseitig aus dem Gleichgewicht, springen und rempeln sich an, stoßen zusammen. Oder sie schmiegen sich aneinander an, und wie kleine Stromstöße durchlaufen Wellen ihre Körper. "H³" - das ist eine wundersame, poetische "Expedition in ein unbekanntes Territorium." Und deshalb ungeheuer spannend.
Weitere Informationen unter: Ein Fest mit Pina
25.11. -> 'Die Sturheit' von Rafael Spregelburd -> Mannheim, Nationaltheater
Im Rahmen der Frankfurter Positionen hat das schauspielfrankfurt gemeinsam mit der BHF-BANK-Stiftung Rafael Spregelburd gebeten, ein neues Stück zu schreiben, das im April seine Uraufführung erlebt hat. Koproduktion mit dem Nationaltheater Mannheim.
Zum Inhalt:
Valencia 1939. Ende des Spanischen Bürgerkrieges. Jean Planc, der Chef der Valencianischen Polizei hat mit einem merkwürdigen Phänomen zu kämpfen: Einige Frauen von Großgrundbesitzern werden von den Aufständischen »geraubt«. Eine geheimnisvolle Liste mit Namen verdächtiger Mitbürger taucht auf. Die Polizei muss eingreifen. Planc hat aber momentan nur ein Interesse: eine, gemeinsam mit seiner Tochter Alfonsa entwickelte, Sprachmaschine, eine ganz einfache Weltsprache der Zukunft, die ihrerseits Spione und zwielichtige Figuren anzieht. Es kommt im Haus Planc zu einer wunderbaren komödiantischen Konfusion verschiedener Interessengruppen. Verwechslungen, Missverständnisse und das rasende Tempo der sich überschlagenden Ereignisse führt schließlich zu einem vollends - und für alle überraschenden Ende.
Regie: Burkhard C. Kosminski
'Die Sturheit' von Rafael Spregelburd
Weitere Informationen unter: Nationaltheater Mannheim
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Stück nach Tschechows "Onkel Vanja". Die Inszenierung von Daniel Veronese wird in den nächsten Monaten in verschiedenen französischen Theatern gezeigt. Die Tourneedaten können unter der u.g. Adresse nachgesehen werden.
Weitere Informationen unter: M93 Bobigny
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