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Superhelden des Global Village - Einblicke in neue mexikanische Dramatik

Superhelden des Global Village - Einblicke in neue mexikanische Dramatik

Eine szenische Collage aktueller mexikanischer Theaterstücke aus der Anthologie "Eine unendliche Reise - Neue Theaterstücke aus Mexiko" mit Studierenden des Fachbereichs Theaterwissenschaft, Johannes Gutenberg-Universität Mainz und einem einführenden Vortrag von Dr. habil Kati Röttger

Aus Anlass des Erscheinens von "Eine unendliche Reise - Neue Theaterstücke aus Mexiko" in der Reihe dialog von Theater der Zeit und im Rahmen der deutschen Erstaufführung von Sabina Bermans Groteske "Pancho Villa und die nackte Frau" gestalten Studierende der Universität Mainz eine szenische Collage.
"Eine unendliche Reise" ist die achte von der Theater- und Mediengesellschaft Lateinamerika e.V. herausgegebene Anthologie zum zeitgenössischen Theater in Lateinamerika und stellt mit zehn ins Deutsche übertragenen Stücken die junge Dramatikerriege Mexikos vor und den mit dem Generationswechsel verbundenen Paradigmenwechsel in der Theaterkonzeption.
"Uns, die derzeitige Generation, identifiziert die Pluralität, die Vielzahl an Sprachen, Realitäten und Techniken, die Einheit verschiedener Zeiten und Räume, die Fragmentierung, die Suche nach Identität und Intimität und eine andere historische Sicht unseres Landes: Metaphysik und Metatheater vereinen sich mit Sozialkritik und der Suche nach neuen Formen. Alles in einem Mexiko der Krise ohne gegenwärtige Utopien." So kennzeichnet David Olguín, einer der zehn Autoren und Herausgeber der Theaterreihe "Edición Milagros", die Ausgangslage ihres Schreibens.

Auf sprachlicher, körperlicher und struktureller Ebene thematisieren die jungen mexikanischen Dramatiker das Dilemma einer zentral globalisierten, aber nur peripher modernisierten Realität. Stadtwahrnehmung, Stadterwartung und Stadterfahrung der Megametropole Mexico-City sind von den Dichotomien Sog und Flucht, Utopie und Realität geprägt. Diese Pole finden in facettenreichen narrativen Strategien ihren Ausdruck. Dabei schöpfen die Autoren aus dem Pool einer neuen kollektiven Vorstellungswelt, die durch Hybridisierung verschiedener mexikanischer Volkskulturen einerseits und der globalen Bilderflut durch Fernsehen und Neue Medien andererseits gewachsen ist und die ursprünglichen mexikanischen Bilderwelten abgelöst hat.

Ausschnitte aus:

Es lesen und spielen: Eva Bonn, Regina Fichtner, Martina Reith, Susanne Smieskol, Marlene Wienold, Jens P. Gust, Robert Teufel.

Dank an: Conaculta - Fonca und Theater der Zeit

Download des Flyers in PDF-Format (76 kb).
Download eines Videos (4.39 Min.) im wmv-Format.

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